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Die Verwaltung der Stadt Königsbrunn hat es dieser Tage nicht leicht. Viele besorgte Bürger kritisieren ihre Umsetzungen von Stadtratsbeschlüssen, obwohl die Beamten dabei eigentlich nur eines tun: Ihren Job. Der ADFC steht ebenfalls hinter dieser Maßnahme. Aber der Reihe nach: Im Juni hat der Königsbrunner Stadtrat nach langem Hin und Her das neue Radverkehrskonzept beschlossen und vorgestellt. Dieses sieht als Maßnahmen u. A. neue Schutzstreifen, Fahrradstraßen, neu geschaffene Kreisverkehre und weitgehende Entfernung der Benutzungspflichten in Königsbrunn vor. Insbesondere letztere Maßnahme stößt aber bei einigen Mitbürgern auf Unverständnis. Die einen fühlen sich ihrer alltäglichen Wege beraubt, wieder andere wollen offenbar nicht mit der Anwesenheit von Radfahrern leben und die freien Wähler malen gar den Teufel steigender Unfallzahlen an die Wand und verursachen damit ebenfalls eine besorgte Grundhaltung.

Von der Notwendigkeit, bei Allen eine Verbesserung des Verkehrsverhaltens zu bewirken

Normalerweise sind Artikel wie dieser ja eher zum Frühling oder spätestens im Sommer zu erwarten. Ich hätte ja eher auf einen baldigen Lichter-Artikel getippt, aber der kommt sicher auch noch früh genug. Trotzdem stößt mir der Artikel etwas sauer auf. Schon bei der Priorisierung, was Radfahrer letztlich tatsächlich zu tun oder zu lassen hätten, setzt man offenbar eher auf fragwürdige Maßnahmen, statt auf das hinzuweisen, was ohnehin vorgeschrieben und bewährt ist: Ein StVZO-konformes Rad zum Beispiel. Elf Rückstrahler und zwei mal aktive Beleuchtung sollten wirklich ausreichen. Wer dann noch Westen tragen will, bitte. Aber die Priorität sollte ganz klar bei der Beleuchtung liegen, nicht beim Kleidungsstil.

Radl-Rambo oder Depp am Steuer?

Der Frühling kommt und damit taucht in der Presse sicher auch wieder ein Altbekannter auf:

Der „Radl-Rambo“, gerne auch „Rüpelradler“ genannt.

Jedes Jahr auf´s Neue wird spätestens zu Beginn der Radlsaison verbal auf die Radler eingedroschen und erst mal wieder alle in einen Topf geworfen.

Bekanntlich ist das Gegenteil von gut gut gemeint. Das könnte auf die Konrad-Adenauer-Allee zutreffen:

Dort wurden beidseitig ca. 1,25 m breite Roteinfärbungen angebracht, die jedoch keinerlei rechtliche Bindewirkung haben.

Schutzstreifen durften nicht markiert werden, da hier eine Tempo-30-Zone angeordnet ist. Die Einrichtung einer Fahrradstraße konnte leider nicht erreicht werden. Die Fahrbahn ist mit 7 bis 7,5 m jedoch verhältnismäßig breit für eine Erschließungsstraße. Eine bauliche Verschmälerung wäre dagegen sehr aufwendig und teuer gewesen. Eine optische Einengung der Kernfahrbahn auf 4,50 m zur Unterstützung von Tempo 30 und eine Verdeutlichung der Radachse wurden aber für erforderlich gehalten.

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