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Radl-Rambo oder Depp am Steuer?

Der Frühling kommt und damit taucht in der Presse sicher auch wieder ein Altbekannter auf:

Der „Radl-Rambo“, gerne auch „Rüpelradler“ genannt.

Jedes Jahr auf´s Neue wird spätestens zu Beginn der Radlsaison verbal auf die Radler eingedroschen und erst mal wieder alle in einen Topf geworfen.

Bekanntlich ist das Gegenteil von gut gut gemeint. Das könnte auf die Konrad-Adenauer-Allee zutreffen:

Dort wurden beidseitig ca. 1,25 m breite Roteinfärbungen angebracht, die jedoch keinerlei rechtliche Bindewirkung haben.

Schutzstreifen durften nicht markiert werden, da hier eine Tempo-30-Zone angeordnet ist. Die Einrichtung einer Fahrradstraße konnte leider nicht erreicht werden. Die Fahrbahn ist mit 7 bis 7,5 m jedoch verhältnismäßig breit für eine Erschließungsstraße. Eine bauliche Verschmälerung wäre dagegen sehr aufwendig und teuer gewesen. Eine optische Einengung der Kernfahrbahn auf 4,50 m zur Unterstützung von Tempo 30 und eine Verdeutlichung der Radachse wurden aber für erforderlich gehalten.

Der ADFC ist parteipolitisch neutral. So steht es in unserer Satzung.

Das heißt aber nicht, dass wir uns nicht in verkehrspolitische Themen einmischen, die insbesondere mit dem Fahrradfahren und der Förderung alternativer Verkehrsmittel einhergehen. Wir arbeiten mit verschiedenen Gruppierungen, Kommunen und auch mit Parteien zusammen. Manchmal wird kontrovers, lebhaft, meist aber einvernehmlich diskutiert. Dass nicht immer unsere Vorstellungen sofort und ohne Widerspruch umgesetzt werden, dürfte klar sein. Viele Forderungen kosten Geld oder sind einfach nicht erwünscht. Da heißt es beharrlich zu sein.

Wir scheuen uns auch nicht davor, mit Parteien aller Richtungen zusammenzuarbeiten. Auch Anfragen, bei denen unser Fachwissen zu Verkehrsgestaltung, Einrichtung von Radverkehrsanlagen und Beurteilung von Radfreundlichkeit der Kommunen nehmen wir gerne an und versuchen uns einzubringen und diese zu unterstützen.

Neben den verkehrspolitsichen Themen, sind unsere Schwerpunkte bei Technikberatung, Schulungen und Tourenberatung. Neben unseren im Jahresprogramm angebotenen Touren, erhalten wir oft Anfragen von Privatpersonen, Vereinen, aber auch von Politikern. Wir unterstützen dies, so weit es unsere Zeit und die notwendigen personellen Resourcen dies ermöglichen und die anfragenden Gemeinschaften sich mit dem Thema Rad und Radverkehr identifizieren und wirklich inhaltlich auseinandersetzen.

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