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Am 10.12.2015 wurde zwischen dem Kreisverkehr am Mediamarkt Gersthofen und der Biberbachstraße eine 54-jährige Frau bei einen Unfall mit einem rechtsabbiegenden LKW getötet. Als Mahnmal wurde dieses Ghost-Bike aufgestellt. Wir bitten darum, im Andenken an die Verstorbene, dieses Ghost-Bike respektvoll zu behandeln.

Ghost-Bike in Gersthofen am Mediamarkt

Wir wünschen allen Angehörigen und Hinterbliebenen und ebenso dem LKW-Fahrer die Kraft, mit diesem Verlust umgehen zu können. Worte können hier nur wenig trösten. Was bleibt ist die Erinnerung daran wach zu halten, dass es hier um Menschenleben geht und sich dafür einzusetzen, dass so etwas nicht wieder vorkommt.

Das Ghost-Bike soll nicht nur daran erinnern was hier geschah sondern auch mahnen, dass es in Augsburg noch viel zu tun gibt, um die Verkehrssicherheit von Fuß- und Radverkehr zu gewährleisten. Verkehrsplanung und gegenseitige Rücksichtnahme müssen dazu Hand in Hand gehen. Gerade eine durchdachte Verkehrsplanung ist die Grundlage für sicheres Radfahren. Wir wünschen uns auf diesem Wege auch eine Verbesserung der Umstände, damit Unfälle dieser Art nicht wieder geschehen. Denn eigentlich möchten wir keinen Anlass haben, um Ghost-Bikes aufzustellen. Für weitere Hintergründe, siehe auch der Artikel Rechtsabbieger, Radwege und Geisterräder.

Über die EU wird ja oft und gerne geschimpft. Zu viel Bürokratie, mehr ein Wirtschaftszusammenschluss als ein politischer oder kultureller, uswusf.. Dabei bietet die EU durchaus auch Seiten und Vorgaben, die im besten Sinne für den Bürger gedacht sind. Eine davon ist die »Richtlinie 2002/49/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25. Juni 2002 über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm«. Man könnte jetzt hier wieder die alte Lärm-macht-Krank-Keule raus holen. Aber im Prinzip wissen wir ja eigentlich alle, warum man auf die Idee kommt, Lärm zu verringern.

Ein Grundproblem unserer modernen Zivilisation ist die zunehmende Vereinnahmung des öffentlichen Raumes durch KFZ-Verkehr mit allen seinen Begleitproblemen, wie Abgasen, Platzverbrauch, latente Gefahr durch den motorisierten Individualverkehr, aber eben auch dessen Lärm. Die Debatte pro Auto, kontra Auto, pro Rad, kontra Rad, pro ÖPNV, kontra ÖPNV greift dabei aber eigentlich zu kurz. Der ADFC steht für eine intelligente Mobilitätskultur, die sich zum Ziel gesetzt hat, dass der gemeinsame Lebensraum und insbesondere die Städte, lebenswert sein sollen, und zwar für alle. Quasi statt einer Auto- oder Fahrrad-gerechten Stadt sollte sie in erster Linie menschengerecht sein. Interessanterweise sind die Leute sich an dieser Stelle eigentlich sogar recht einig, dass das Auto nicht (mehr) die Antwort sein kann, auch wenn das gerne mal anders dargestellt wird. In der Umfrage »Umweltbewusstsein in Deutschland 2014« gaben immerhin 82 Prozent der Befragten an, dass sie sich eben gerade nicht eine autozentrierte Stadtplanung wünschen, sondern eher eine »Abkehr vom Autoverkehr und Hinwendung zum öffentlichen Nah- und Fahrradverkehr sowie zu kurzen Fußwegen als einen positiven Beitrag zur Lebensqualität«. Das ist ganz im Sinne des ADFC aber auch des Lärmschutzes.

Die Verwaltung der Stadt Königsbrunn hat es dieser Tage nicht leicht. Viele besorgte Bürger kritisieren ihre Umsetzungen von Stadtratsbeschlüssen, obwohl die Beamten dabei eigentlich nur eines tun: Ihren Job. Der ADFC steht ebenfalls hinter dieser Maßnahme. Aber der Reihe nach: Im Juni hat der Königsbrunner Stadtrat nach langem Hin und Her das neue Radverkehrskonzept beschlossen und vorgestellt. Dieses sieht als Maßnahmen u. A. neue Schutzstreifen, Fahrradstraßen, neu geschaffene Kreisverkehre und weitgehende Entfernung der Benutzungspflichten in Königsbrunn vor. Insbesondere letztere Maßnahme stößt aber bei einigen Mitbürgern auf Unverständnis. Die einen fühlen sich ihrer alltäglichen Wege beraubt, wieder andere wollen offenbar nicht mit der Anwesenheit von Radfahrern leben und die freien Wähler malen gar den Teufel steigender Unfallzahlen an die Wand und verursachen damit ebenfalls eine besorgte Grundhaltung.

Von der Notwendigkeit, bei Allen eine Verbesserung des Verkehrsverhaltens zu bewirken

Normalerweise sind Artikel wie dieser ja eher zum Frühling oder spätestens im Sommer zu erwarten. Ich hätte ja eher auf einen baldigen Lichter-Artikel getippt, aber der kommt sicher auch noch früh genug. Trotzdem stößt mir der Artikel etwas sauer auf. Schon bei der Priorisierung, was Radfahrer letztlich tatsächlich zu tun oder zu lassen hätten, setzt man offenbar eher auf fragwürdige Maßnahmen, statt auf das hinzuweisen, was ohnehin vorgeschrieben und bewährt ist: Ein StVZO-konformes Rad zum Beispiel. Elf Rückstrahler und zwei mal aktive Beleuchtung sollten wirklich ausreichen. Wer dann noch Westen tragen will, bitte. Aber die Priorität sollte ganz klar bei der Beleuchtung liegen, nicht beim Kleidungsstil.

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