Nav Ansichtssuche

Navigation

„Mehr Sicherheit für Augsburgs Radler“ – Aufruf für den Augsburger Ride of Silence 2018

 

Fünf Radler*innen sind 2017 auf Augsburgs Straßen tödlich verunglückt – soviele wie in den Jahren 2013-2016 zusammen. Auch die Zahl der unfallbeteiligten Radfahrer in Augsburg stieg 2017 erneut um 4 % auf nunmehr 755. Die Zahl der tödlich verunglückten PKW-Fahrer dagegen nahm, wie auch im Mittel der Vorjahre, weiter ab.

Haben wir da ein Problem? Wir sagen ja.

  • Viele Großstädte haben erfolgreich bewiesen, dass mehr Sicherheit für Radler*innen erstens machbar und zweitens ­ finanzierbar ist.
  • Alle Mobilitätsforscher sind sich einig, dass derSchlüssel zu einer intensiveren Radnutzung in der
    Verbesserung ­ ihrer Sicherheit liegt.
  • In Augsburg liegen wir bei 17 % Radnutzung im Modal ­ Split. Und kommen nicht recht vom Fleck.

Die Unterstützer*innen dieser Erklärung fordern, dass sich etwas tut, damit sich die Sicherheit der Radler*innen in unserer Stadt und unserer Region verbessert. Rasch, konkret und spürbar. Dazu muss sich die Augsburger Politik ­ und die Verwaltung ihrer Verantwortung bewusst werden und handeln.

Um auf dieses Anliegen aufmerksam zu machen, wird am Mittwoch, ­ den 16.5.2018, am Augsburger Königsplatz der Ride of Silence starten. Alle Mitfahrerenden sind weiß gekleidet und es herrscht Stille. Damit soll den Opfern gedacht werden, welche unschuldig im Verkehr ums Leben ­gekommen sind.

Während der Demonstrationsfahrt werden die Unfallstellen des vergangenen Jahres abgefahren. Diese werden mit weiß gestrichenen Fahrrädern, den „Ghostbikes“, markiert und an jedem Unglücksort findet eine Gedenkminute statt. Auf der Demo wird an einem der Unglücksorte eine 2017 schwerverletzte Augsburger Radlerin zu den Demonstranten sprechen.

Die Veranstalter erwarten rund 250 Teilnehmer*innen. Die Fahrt wird von Ordnern und der Polizei abgesichert.

Unsere verkehrspolitischen Forderungen

Um die Sicherheit für Augsburgs Radler*innen zu verbessern ­fordern wir:

  • Die Unterstützung der Stadt für die Einführung von Assistenzsystemen beim Rechtsabbiegen für neue LKWs – kurze Nachrüstfrist für Bestandsfahrzeuge.
  • Bauliche Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit der Radler*innen in Augsburg:
    • vorgezogene Haltelinie bei Ampeln mit längerer Standzeit,
    • in der Grünphase Ampelvorlauf für Radfahrende.
  • Mehr Transparenz von Polizei und Behörden über die Unfallhergänge – wo liegen die Ursachen der tödlichen Unfälle und was wird unternommen?
  • Öffentliche Beteiligung bei der Entschärfung von ­Unfallhäufungspunkten – z. B. mit der dauerhaften Freischaltung der Meldeplattform RADar.

Hintergrundinformationen

Streckenverlauf

Königsplatz, Fuggerstraße, ­Grottenau, Karlstraße, Leonhardsberg, Unterer Graben, Mü­llerstraße, Stadtbachstraße (Unfallstelle 1), zurück, Mittlerer Graben, Oberer ­ Graben, Forster Straße, Remboldstraße, Rote-Torwall-Straße, Haunstetter Straße Ecke Stauffenbergstraße (Unfallstelle 2).

Aktuelle Unfallstatistik

http://www.polizei.bayern.de/content/2/7/5/2/5/0/e2-verkehrsstatistik_2017_web.pdf

www.rideofsilence.org

Webseite der weltweiten ­ Bewegung für mehr Sicherheit von Radlern im Straßenverkehr. ­ Gegründet 2003 in Dallas, Texas, wird der Ride of Silence inzwischen weltweit von rund 400 Städten begangen – immer am Abend des dritten Mittwochs im Mai.

www.adfc.de

Bundesverband der größten Lobbyorganisation für Radfahrer in Deutschland. Er vertritt die Interessen von 140.000 Mitgliedern.

Die Unterstützer

Die druckfertige Presseerklärung finden Sie hier.

Zusätzliche Informationen