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Unsere Zwei-Minuten-Aktion ist inzwischen beendet und der eine oder andere fragt sich vermutlich: »Und was hat das jetzt gebracht?« Zunächst mal in konkreten Zahlen: Es gab in zwei Monaten fast 80 Eingaben. Laut Ordnungsreferent erheblich mehr, als sonst in der gleichen Zeit. Mancher war sehr eifrig dabei, aber im Großen und Ganzen waren es doch viele Einzelpersonen, die uns durch Nutzung unserer Webseite bei dieser Aktion unterstützt haben. An dieser Stelle schon mal ein Dankeschön dafür. Die direkte Auswirkung war ein relativ großes Presse-Echo, das auch weit über die Stadt Augsburg hinaus schallte. In der Augsburger Zeitung über den Münchner Merkur bis zum Bayerischen Rundfunk wurde über uns berichtet. Das hatte dann auch genau den Effekt, den wir haben wollten...

Einerseits wurde auf das Thema allgemein Aufmerksam gemacht. Falschparken kann auch dann zum Knöllchen führen, selbst wenn man in einer Ecke falsch parkt, in der traditionell keiner aufschreibt. Und es ist nicht OK. Anderseits haben wir auch einen direkten Draht zu unserem Ordnungsreferenten und auch zum Leiter des Ordnungsamt herstellen können. Anders als zuerst wegen der Erfahrungen unserer Aktiven erwartet, trafen wir nicht auf taube Ohren. Ein persönliches Gespräch hat Verständnis für die gegenseitige Situation geschaffen und ein Gefühl von Möglichkeit und Willen zur Veränderung gegeben. Nicht immer ist der Aufwand zu groß, um einen spürbaren Effekt zu haben. Manchmal reicht auch ein Hinweis ans Ordnungsamt, dass es in einem gewissen Gebiet überhand nimmt, und die Kontrollrouten müssen dann evtl. nur geringfügig geändert werden.

In diesem Sinne sind wir auch sehr gespannt, wie die Rechtsprechung die gemeldeten Fälle behandeln wird. Mancher unkt momentan noch, dass Knöllchen vom Ordnungsamt vermutlich größere Chancen haben, vor Gericht zu bestehen, als Fremdanzeigen von Privat. Auf der anderen Seite sind die eingesendeten Beweisfotos größtenteils doch ziemlich eindeutig. Wir bitten daher auch die Anzeigenden darum, im Falle eines Widerspruchs gegen eine solche OWi auch tatsächlich vor Gericht auszusagen. Sonst wird das Verfahren eingestellt, und die rein gesteckte Zeit war umsonst. Wir bleiben auf jeden Fall am Thema. Es liegt sogar schon eine Idee zu einer gemeinsamen Aktion von Ordnungsamt und ADFC in der Luft. Mal sehen was daraus wird.

Die Webseite wird weiterhin online bleiben. Benutzbar bleibt sie auch. Allerdings bitten wir darum, sie vor allem dann zu verwenden, wenn es um notorische Wiederholungstäter oder besonders krasse Fälle geht. Man muss dazu wissen, dass die Bearbeitung dieser Eingaben von »Laien« oftmals rechtlich schwerer zu beurteilen sind und vor allem weitaus mehr Arbeit beim Ordnungsamt verursachen, als wenn geschultes Personal mit entsprechend gestalteten elektronischen Helferlein die Sache vor Ort in einem Bruchteil der Zeit und rechtlich sauberer eingetütet werden kann. Deshalb: Besser nur dann benutzen wenn es wirklich nötig ist.

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