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zum Vergrößern hier klickenIm Oktober 2016 haben wir während der Abschlussveranstaltung des Stadtradelns eine Aktion durchgeführt, in der wir den Verantwortlichen unterschiedliche Möglichkeiten aufgezeigt haben, wie man neben Schutzstreifen auch ganz ohne große Ausgaben auf vielfältige Weise den Radverkehr vor allem deutlich spürbar fördern könnte. Die gesammelten Ideen sind bei uns seither nicht etwa wieder in der Versenkung verschwunden. Vieles ist nach wie vor brandaktuell. So wurde tatsächlich während des Aktionszeitraums des Stadtradelns 2017 die von den Grünen dankenswerterweise beantragte Teilnahme an der Meldeplattform Radar für die Augsburger Bürger freigeschaltet. Wenn auch nur für diesen kurzen Zeitraum, ist die Richtung hier gut. In anderen Bereichen tut sich dagegen leider noch nicht so viel.

Deshalb wollten wir es von den Besuchern der Radlnacht vor der Fahrt wissen. Was wollen eigentlich die Augsburger in Sachen Verkehr? Sechs Maßnahmen standen zur Auswahl, u. A.:

  • PKW-freie Altstadt,
  • mehr Falschparkerkontrollen,
  • mehr Tempo-30-Straßen und -Zonen,
  • lieber Lastenräder als LKWs in der Fußgängerzone,
  • einen Fahrradstadt-Hausmeister oder
  • Start und Ziel der Radlnacht wieder an einer Position.

Die ersten fünf Punkte waren bereits im Herbst Thema. Der sechste kam aus der Situation heraus, dass viele Radaktive die Entscheidung zur Streckenführung kritisierten.

Jeder Teilnehmer konnte mit zwei Walnüssen abstimmen, was davon er gern umgesetzt sehen würde. Erlaubt war alles, von nur eine Nuss einwerfen, beide in eine Röhre werfen, oder aber je eine der beiden unterschiedlich einwerfen. An der Umfrage wurde rege teilgenommen. Mitgemacht haben mindestens 200 Personen mit insgesamt 400 Walnüssen. Das Ergebnis ist wie folgt ausgefallen:

Ergebnis der Umfrage

Interessanterweise war die Wegeführung der Radlnacht offenbar von untergeordneter Rolle. Nachdem man aber auch nur zwei Stimmen zu vergeben hatte, wurde vermutlich einfach deutlicher priorisiert. Gerade die von den Kosten her eigentlich kaum ins Gewicht fallenden Ideen PKW-freie Altstadt und mehr Tempo 30 und die (sich vermutlich finanziell erst ein mal mühelos amortisierende) Ausweitung von Falschparkerkontrollen machen zusammen fast ¾ aus.

Auch sehr spannend daran: Eigentlich sind alle drei großen Entscheidungsträger hier gefragt, das Tiefbauamt und der Stadtrat (mehr Tempo 30 und PKW-freie Altstadt) sowie die Polizei bzw. das Ordnungsamt (mehr Falschparkerkontrollen). Positiv formuliert könnte man sagen, dass die Verantwortlichen viele Möglichkeiten hätten, Zeichen für den Radverkehr zu setzen, und das mit vergleichsweise geringen Kosten verbunden.

Daher an dieser Stelle auch ein Appell an alle, die das hier jetzt lesen und sich denken: »Recht so!« Schreiben Sie Ihrem Stadtrat. Insbesondere, wenn aus den Stadtvierteln selbst mit Nachdruck darum gebeten wird, sind die ortsansässigen Stadträte viel empfänglicher für die Vorschläge der Bürger. Eine (ggf. nicht mehr 100%ig aktuelle) Liste findet man tatsächlich auf den Seiten der Stadt Augsburg.

Zusätzliche Informationen