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Bekanntlich ist das Gegenteil von gut gut gemeint. Das könnte auf die Konrad-Adenauer-Allee zutreffen:

Dort wurden beidseitig ca. 1,25 m breite Roteinfärbungen angebracht, die jedoch keinerlei rechtliche Bindewirkung haben.

Schutzstreifen durften nicht markiert werden, da hier eine Tempo-30-Zone angeordnet ist. Die Einrichtung einer Fahrradstraße konnte leider nicht erreicht werden. Die Fahrbahn ist mit 7 bis 7,5 m jedoch verhältnismäßig breit für eine Erschließungsstraße. Eine bauliche Verschmälerung wäre dagegen sehr aufwendig und teuer gewesen. Eine optische Einengung der Kernfahrbahn auf 4,50 m zur Unterstützung von Tempo 30 und eine Verdeutlichung der Radachse wurden aber für erforderlich gehalten.

Soweit, so gut (gemeint). Allerdings steht zu vermuten, dass den meisten Autofahrern nicht so ganz klar ist, dass diese roten Streifen eben keine Radwege sind, auf denen sich die Radfahrer aufhalten müssen, sondern einfach nur ein Pinselstrich, der die Fahrbahn schmäler wirken lassen und zusätzlich verdeutlichen soll, dass hier eine wichtige Radachse ist.

Daher befürchten wir, dass Radler von Autofahrern künftig bedrängt werden, wenn sie nicht auf der Roteinfärbung fahren.

Richtung Theodor-Heuss-Platz ist die Benutzung der roten Streifen auch eher unproblematisch. In der Gegenrichtung befindet man sich darauf aber leider genau in dem Bereich, in den hinein sich die Türen der daneben parkenden Fahrzeuge öffnen. Streng genommen darf man als Radler also gar nicht auf dem roten Streifen fahren. Denn von parkenden Fahrzeugen soll man mindestens einen Meter Seitenabstand halten, will man nicht eine Mitschuld bekommen, wenn man in eine plötzlich geöffnete Autotür hinein rauscht.

Also entweder kann man sich anhupen lassen oder man fährt im Gefahrenbereich. Das ist dann doch eher das Gegenteil von gut!

 

 

 

 

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