Nav Ansichtssuche

Navigation

Augsburg hat sich mit der Mobilitätsdrehscheibe und dem Projekt Fahrradstadt auf den Weg zu einer umweltfreundlichen Mobilität begeben, die den Klimazielen gerecht werden soll. Das Forum Augsburg lebenswert und der ADFC Augsburg als Mitgliedsverband fordern diesen Weg in der nächsten Periode des Stadtrats mit mehr Konsequenz, mehr Anstrengungen und mehr Mut weiter zu gehen.

Um die Bürgerinnen und Bürger für solche Änderungen zu begeistern, die natürlich auch Kosten und Verhaltensumstellungen mit sich bringen, regen wir an, mit einem großen Projekt an zentraler Stelle zu zeigen, dass dieser Fortschritt nicht nur die vernünftigen Ziele des Umwelt- und Klimaschutzes voranbringt, sondern großartige und ungeahnte Möglichkeiten der Stadtentwicklung und des Lebens in Augsburg bietet.

 

Mit einer Aktion zum Thema Überholabstand setzten wir einen inhaltlichen Akzent bei der 2. Augsburger Radlwoche. Mit Poolnudeln auf dem Gepäckträger fuhren wir mehrere kleine Runden durch die Stadt und haben dabei mit den Poolnudeln gezeigt, wie viel Platz ein Radfahrer braucht. Ein Bus und ein Auto haben beim Überholen eine unsere Poolnudeln gestreift und auch der Zuruf: "die sind aber länger als 1,5m"* zeigen, wie nötig solche Aktionen sind. Ein klarer Nachteil gab es aber auch: Mit den Nudeln ist man zu breit, um an stehenden Autos vorbeizufahren und so mussten wir teils Stop and Go im Berufsverkehr mitfahren. Bewundernswert, wie viel Geduld die Autofahrer da jeden Tag  mitbringen...

Unter der Überschrift "Radfahrer pochen auf Abstand" berichtet die Augsburger Allgemeine über unsere Poolnudelfahrt und unser Anliegen. Hoffen, wir, dass das Thema Überholabstand dadurch wieder ein paar mehr Leute erreicht hat.

 

Obwohl seit sechs Jahren auf dem Weg zur Fahrradstadt, haben sich die Bedingungen für das Radfahren in Augsburg verschlechtert. Das zumindest ist die Einschätzung von 568 Augsburger Radlerinnen und Radlern, die beim Fahrradklimatest 2018 mitgemacht haben. Diese bundesweite Befragung führte die Fahrradlobbyorganisation ADFC jetzt zum achten Mal durch, und im Endergebnis reicht es in Augsburg nur für die Gesamtnote 3,9 – zwei Jahre davor war es immerhin die Note 3,7. Mit dieser leichten Verschlechterung liegt Augsburg im bundesweiten Trend für die deutschen Großstädte.

Konkret kritisieren die Augsburger Fahrradklimatester, dass die Ampelschaltungen schlecht sind für Radfahrer, die Kontrollen von Falschparkern auf Radwegen ungenügend und die Radwege generell zu schmal sind. Es gab aber auch gute Werte, so für das großzügige Angebot an öffentlichen Leihfahrrädern und die Beschilderungen für Radfahrer. Für Arne Schäffler, Vertreter des Augsburger ADFC, liefern die Ergebnissen die Quittung für die kaum spürbaren Fortschritte beim Projekt Fahrradstadt: „Es reicht nicht, Fahrradstadt sein zu wollen: man muss auch liefern.“ Die örtlichen Vertreter des ADFC fordern, dass die Stadt das Ergebnis zum Anlass nimmt, die Ärmel hochzukrempeln und beispielsweise risikoreiche Ampelschaltungen verbessert. Auch Tempo 30-Regelungen seien an einigen unfallträchtigen Straßenzügen überfällig – so für den Pferseetunnel, die gesamte innere Ulmer Straße sowie im Bereich Karlstraße, Leonhardsberg und Pilgerhausstraße.“

Die vollständige Auswertung für Augsburg gibt es unter https://object-manager.com/om_map_fahrrad_if_2018/data/2018/Augsburg.pdf

 

 

 

Schon lange ist uns ein Dorn im Auge, dass der Verkehrsbeirat des Augsburger Stadtrats seit Jahren nicht mehr tagt. Schade! Denn dieses Gremium aus lokalen Experten hat den Stadtrat vor Bauentscheidungen beraten und so verhindert, dass Baumaßnahmen an den Wünschen  der Verkehrsteilnehmer vorbeigehen. Auch die SPD Stadtratsfraktion sieht im Verkehrsbeirat eine gute Plattform, um alle Interessensgruppe zu berücksichtigen und dadurch verkehrspolitische Maßnahmen erfolgreich umzusetzen. Gemeinsam haben wir deshalb den Verkehrsbeirat zum Thema einer Pressekonferenz gemacht, die am Freitag den 22.2. stattfand. Augsburger Allgemeine und Augsburger Stadtzeitung haben ausführlich berichtet. Nun sind wir gespannt, ob sich die anderwn Parteien unserer Forderung anschließen.

Hier gibt es die Presseberichte dazu:

Augsburger Allgemeine: SPD macht sich für die Radler stark

Stadtzeitung: Wahlkampf mit dem Fahrrad: SPD fordert Verkehrsbeirat

 

Zusätzliche Informationen