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Sehr geehrte Damen und Herren Stadträte,
sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

das war zuletzt eine spannende Zeit: Wird das Bundesverwaltungsgericht Fahrverbote für besonders umweltschädliche Diesel pauschal untersagen oder haben die Kommunen weiterhin Gestaltungsspielraum bei der Entscheidung, wer ihre Stadt verpesten darf? Nun haben wir ein Urteil, das klarstellt: Natür­lich darf eine Kommune selbst bestimmen, was sie den Besitzern der größten Dreckschleudern erlaubt, und was nicht, solange nur die Verhältnismäßigkeit gewahrt bleibt.

Als mündiger Bürger, die um ihre Gesundheit besorgt sind, kommen wir dann aber aus dem Staunen nicht mehr raus. In Augsburg scheint ja alles schon in Ordnung zu sein! Man hat ja offenbar schon die passenden Mittel parat und (hoffentlich) in der Anwendung. Anders wäre es nicht zu akzeptieren, dass unser Herr Oberbürgermeister Gribl in einem Interview der Lokalzeitung konstatiert, dass das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts für Augsburg nichts verändert hätte, obwohl hier im letzten Jahr regelmäßig die Grenzwerte für NOx-Schadstoffe überschritten wurden.

Verkehrspolitisches Grundsatzprogramm des ADFC Augsburg

Unsere Grundsätze

Das Rad ist Grundbaustein einer lebenswerten Stadt

Der ADFC Augsburg sieht eine lebenswerte Stadt als Grundbedürfnis ihrer Be­wohner an. »Städten mit guten Bedingungen für Fußgänger und Radfahrer wird eine hohe Lebensqualität zugeschrieben, während Städte mit starkem Autoverkehr als unattraktiv empfunden werden. Es muss also etwas dafür getan werden, Städte lebenswert zu gestalten.«[1] 23 % der deutschen Haus­halte haben kein Auto zur Verfügung, bei den Singles liegt dieser Wert sogar bei 43 %[2]. Diese Menschen sind auf eine nah- und radverkehrsfreundliche Stadtgestaltung angewiesen. 82 % der Deutschen wollen keine autogerechte Stadt mehr ha­ben.[3] Im Sinne der Verkehrswende sind die Bürger hier offenbar schon viel weiter als die planenden und entscheidenden Gremien in Verwaltung und Politik.

Wir sehen das Rad als elementaren Baustein einer intelligenten Mobilität und damit auch der notwendigen Verkehrswende:

Sehr geehrte Damen und Herren,

unser Kreisverband ist zuständig für die Landkreise Augsburg sowie Aichach-Friedberg und die Stadt Augsburg. Dazu zählen natürlich auch Holzhausen, Gersthofen und Heretsried. Wie Ihnen sicherlich bekannt ist, findet der in diesem Dreieck geplante Ausbau der St 2036 viel Widerstand, nicht nur in der Bevölkerung sondern auch in der Politik. An dieser Stelle möchten wir uns ebenfalls zu diesem Thema äußern, da es nicht zuletzt auch den Radverkehr, oder allgemeiner, die Möglichkeit, nachhaltiger Verkehrsplanung betrifft, was hier geplant wird.

Unsere Zwei-Minuten-Aktion ist inzwischen beendet und der eine oder andere fragt sich vermutlich: »Und was hat das jetzt gebracht?« Zunächst mal in konkreten Zahlen: Es gab in zwei Monaten fast 80 Eingaben. Laut Ordnungsreferent erheblich mehr, als sonst in der gleichen Zeit. Mancher war sehr eifrig dabei, aber im Großen und Ganzen waren es doch viele Einzelpersonen, die uns durch Nutzung unserer Webseite bei dieser Aktion unterstützt haben. An dieser Stelle schon mal ein Dankeschön dafür. Die direkte Auswirkung war ein relativ großes Presse-Echo, das auch weit über die Stadt Augsburg hinaus schallte. In der Augsburger Zeitung über den Münchner Merkur bis zum Bayerischen Rundfunk wurde über uns berichtet. Das hatte dann auch genau den Effekt, den wir haben wollten...

Zusätzliche Informationen