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Obwohl seit sechs Jahren auf dem Weg zur Fahrradstadt, haben sich die Bedingungen für das Radfahren in Augsburg verschlechtert. Das zumindest ist die Einschätzung von 568 Augsburger Radlerinnen und Radlern, die beim Fahrradklimatest 2018 mitgemacht haben. Diese bundesweite Befragung führte die Fahrradlobbyorganisation ADFC jetzt zum achten Mal durch, und im Endergebnis reicht es in Augsburg nur für die Gesamtnote 3,9 – zwei Jahre davor war es immerhin die Note 3,7. Mit dieser leichten Verschlechterung liegt Augsburg im bundesweiten Trend für die deutschen Großstädte.

Konkret kritisieren die Augsburger Fahrradklimatester, dass die Ampelschaltungen schlecht sind für Radfahrer, die Kontrollen von Falschparkern auf Radwegen ungenügend und die Radwege generell zu schmal sind. Es gab aber auch gute Werte, so für das großzügige Angebot an öffentlichen Leihfahrrädern und die Beschilderungen für Radfahrer. Für Arne Schäffler, Vertreter des Augsburger ADFC, liefern die Ergebnissen die Quittung für die kaum spürbaren Fortschritte beim Projekt Fahrradstadt: „Es reicht nicht, Fahrradstadt sein zu wollen: man muss auch liefern.“ Die örtlichen Vertreter des ADFC fordern, dass die Stadt das Ergebnis zum Anlass nimmt, die Ärmel hochzukrempeln und beispielsweise risikoreiche Ampelschaltungen verbessert. Auch Tempo 30-Regelungen seien an einigen unfallträchtigen Straßenzügen überfällig – so für den Pferseetunnel, die gesamte innere Ulmer Straße sowie im Bereich Karlstraße, Leonhardsberg und Pilgerhausstraße.“

Die vollständige Auswertung für Augsburg gibt es unter https://object-manager.com/om_map_fahrrad_if_2018/data/2018/Augsburg.pdf

 

 

 

Schon lange ist uns ein Dorn im Auge, dass der Verkehrsbeirat des Augsburger Stadtrats seit Jahren nicht mehr tagt. Schade! Denn dieses Gremium aus lokalen Experten hat den Stadtrat vor Bauentscheidungen beraten und so verhindert, dass Baumaßnahmen an den Wünschen  der Verkehrsteilnehmer vorbeigehen. Auch die SPD Stadtratsfraktion sieht im Verkehrsbeirat eine gute Plattform, um alle Interessensgruppe zu berücksichtigen und dadurch verkehrspolitische Maßnahmen erfolgreich umzusetzen. Gemeinsam haben wir deshalb den Verkehrsbeirat zum Thema einer Pressekonferenz gemacht, die am Freitag den 22.2. stattfand. Augsburger Allgemeine und Augsburger Stadtzeitung haben ausführlich berichtet. Nun sind wir gespannt, ob sich die anderwn Parteien unserer Forderung anschließen.

Hier gibt es die Presseberichte dazu:

Augsburger Allgemeine: SPD macht sich für die Radler stark

Stadtzeitung: Wahlkampf mit dem Fahrrad: SPD fordert Verkehrsbeirat

 

 

Mitte Januar war unser Vorstandsmitglied Arne Schäffler bei der Augsburger Allgemeinen zu Gast und hat dort unsere Sicht auf die Fahrradstadt Augsburg dargelegt. Das ganze Interview kann hier nachgelesen werden: www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Fahrradclub-Stadt-hat-Angst-Autofahrern-etwas-zuzumuten-id53326596.html

 

 

Hatte sich Augsburg 2012 nicht einstimmig entschlossen, innerhalb von acht Jahren zu einer echten Fahrradstadt zu werden? Heute wissen wir: zwar sind immer Radler unterwegs. Aber das Radeln ist  weiterhin holprig, Kreuzungen unübersichtlich, Radwege enden im Nichts und Gefahrenstellen werden nicht beseitigt.
Höchste Zeit, Dampf zu machen!
Wir vom ADFC sagen: guter Wille alleine reicht nicht. Es müssen Taten folgen.

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