Nav Ansichtssuche

Navigation

Wie bereits die beiden Jahre zuvor wurden wir von der Firma MTU Onsite Energy für die Gestaltung eines Fahrradaktionstages an ihrem Hauptsitz in Lechhausen angefragt. Neben Fahrradcheck für die Räder der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollten auch in diesem Jahr die Fahrradregistrierung mit Klebeetikettencodierung und eine kleine abschließende Feierabendtour Bestandteil des ADFC-Paketes sein.

Leider hatten sich lediglich 5 Firmenmitarbeiter für die Durchführung eines Radchecks angemeldet, so dass unsere fünf Aktiven vor Ort nur bedingt ausgelastet waren, wenn man einmal den gesamten Transport des Equipments per Lastenrad sowie den Auf- und Abbau des Standes nicht mit einrechnet. Dafür entwickelten sich am Rande des Geschehens einige interessante Gespräche, z. B. über die Fahrradszene in Augsburg im Allgemeinen, das Radfahren und Tourenfahren im Speziellen und zum ADFC-Thema „Fahrradfreundlicher Betrieb“ im Besonderen – ein Aspekt, der für MTU durchaus mehr als nur eine Überlegung wert sein könnte.

Fazit: Obwohl leider wenig Interesse am Angebot des Aktionstages bestand (das für die Mitarbeiter übrigens durch die Firma gesponsert wurde), ist der gute Wille der Firma zu loben, einen Tag wie diesen überhaupt anzubieten.

Trotz leichtem Regen auf der Hinfahrt ins schöne Mering war unsere Teilnahme am Zukunftsmarkt in Mering auch mit viel Spaß verbunden. Bald waren die Regenwolken verzogen und die Besucher konnten sich vieles zum Thema Nachhaltigkeit ansehen. Zu sehen gab es freilich viel, vom Schaf bis zum Velomobil gab es alles, was zum Thema passt: Handwerk, Nahrung, Energieversorgung und sogar richtig gestaltete Geldanlagen können zu einer nachhaltigeren Gesellschaft beitragen. Der ADFC konnte den Bedarf nach Radreiseinfos, Karten zu Fernradwegen und Infos über den ADFC selbst stillen. Denn gerade beim Thema Mobilität gibt es gute Alternativen zum Ist-Zustand, für die der ADFC einsteht.

Beim Ansehen und Mitnehmen sollte es aber nicht bleiben. Das Mixerrad war ebenfalls ein Hingucker. Jeder konnte sich durch reine Muskelkraft selbst seinen Smoothie mixen. Und wer danach den Bio-Tank wieder füllen wollte, konnte auch auf ein reichhaltiges Kuchenangebot und Herzhaftes zurückgreifen.

Der Zukunftstag dieses Jahr war wieder ein voller Erfolg. Danke an dieser Stelle an das Orga-Team für die gelungene Aktion und natürlich vor allem an unsere Aktiven vor Ort, die diese Aktion so möglich gemacht haben.

Hier geht's lang (Klicken zum Vergrößern)Unsere Fahrradgarderobe, die beim Modularfestival 2016 Premiere hatte, wurde nun erfolgreich fortgesetzt und hat sich inzwischen etabliert. Mit gemischten Gefühlen wagte man sich an die Aufgabe, auf einer mittels Bauzaun abgegrenzten Rasenfläche so viele Räder wie möglich sicher und vor allem umkippsicher unterzubringen. Die von einer Augsburger Sportagentur ausgeliehenen Ständer – ein einfaches Konstrukt aus schraubbaren Stangen – machten radeigene Ständer überflüssig. So konnte vom Kinderrad über Klapprad bis hin zu Rennrad und E-Bike jeglicher Fahrradtyp am Sattel eingehängt werden. Lastenräder und Räder mit Anhängern wurden längs an die Seiten platziert.

Konzept Fahrradgarderobe (Klicken zum Vergrößern)Viele Festivalbesucher nutzten unser Angebot: Fahrrad abgeben, Nummer einstecken und unbeschwert feiern gehen, während wir mehr als ein Auge auf die geliebten Schätzchen warfen. So mancher „Kunde“ wurde zum Stammkunden und vertraute uns sein Rad an allen drei Tagen an – zu verlockend ist eben einfach die Aussicht, nach Festival und Party nicht mehr auf der großen Wiese aus einem Metallknäuel „sein“ Fahrrad herauszerren und im Halbdunkel mit Schloss und Schlüssel hantieren zu müssen. Lieber noch das Rad von netten Menschen abfahrbereit gebracht bekommen. Und dass wir diesen Service noch dazu kostenlos angeboten haben, fanden die Leute so klasse, dass sie es in der Spendenbox ordentlich klingeln ließen.

Andrang beim Modular (Klicken zum Vergrößern)Mit Auf- und Abbau und „Garderobendienst“ waren rund ein Dutzend ehrenamtliche vor allem junge Helferinnen und Helfer insgesamt fast 50 Stunden im Einsatz und hatten nebenbei einen Riesenspaß miteinander und mit den Festival-Besuchern, die auf dem Weg zum Haupteingang sämtlich an unserer Garderobe und dem kleinen Infostand vorbei kamen. Sie konnten so einen ADFC erleben, der sich jung, motiviert und bester Laune präsentierte.

 

 

Es ist ein dickes Ding, dass in Augsburg auch vier Jahre nach dem Stadtratsbeschluss Fahrradstadt sein zu wollen, Parkplätze im Bauausschuss immer noch wichtiger sind, als nachhaltige Mobilitätskonzepte zu fördern. Statt neuer Schutzstreifen wollte man in der Deutschenbaur-Straße lieber an seinen Parkstreifen festhalten, obwohl selbst aus der Verwaltung zu hören ist, dass der Parkdruck dort problemlos über die direkt angrenzenden Seitenstraßen aufgefangen werden kann. Dem einen oder anderen ist es sicherlich aufgefallen, dass der ADFC Augsburg an dieser Stelle sehr still war. Das sollte aber keine Teilnahmslosigkeit signalisieren oder gar Zustimmung. Wir wollten dieses mal einfach den richtigen Rahmen abwarten.

Zusätzliche Informationen