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Hier geht's lang (Klicken zum Vergrößern)Unsere Fahrradgarderobe, die beim Modularfestival 2016 Premiere hatte, wurde nun erfolgreich fortgesetzt und hat sich inzwischen etabliert. Mit gemischten Gefühlen wagte man sich an die Aufgabe, auf einer mittels Bauzaun abgegrenzten Rasenfläche so viele Räder wie möglich sicher und vor allem umkippsicher unterzubringen. Die von einer Augsburger Sportagentur ausgeliehenen Ständer – ein einfaches Konstrukt aus schraubbaren Stangen – machten radeigene Ständer überflüssig. So konnte vom Kinderrad über Klapprad bis hin zu Rennrad und E-Bike jeglicher Fahrradtyp am Sattel eingehängt werden. Lastenräder und Räder mit Anhängern wurden längs an die Seiten platziert.

Konzept Fahrradgarderobe (Klicken zum Vergrößern)Viele Festivalbesucher nutzten unser Angebot: Fahrrad abgeben, Nummer einstecken und unbeschwert feiern gehen, während wir mehr als ein Auge auf die geliebten Schätzchen warfen. So mancher „Kunde“ wurde zum Stammkunden und vertraute uns sein Rad an allen drei Tagen an – zu verlockend ist eben einfach die Aussicht, nach Festival und Party nicht mehr auf der großen Wiese aus einem Metallknäuel „sein“ Fahrrad herauszerren und im Halbdunkel mit Schloss und Schlüssel hantieren zu müssen. Lieber noch das Rad von netten Menschen abfahrbereit gebracht bekommen. Und dass wir diesen Service noch dazu kostenlos angeboten haben, fanden die Leute so klasse, dass sie es in der Spendenbox ordentlich klingeln ließen.

Mit Auf- und Abbau und „Garderobendienst“ waren rund ein Dutzend ehrenamtliche vor allem junge Helferinnen und Helfer insgesamt fast 50 Stunden im Einsatz und hatten nebenbei einen Riesenspaß miteinander und mit den Festival-Besuchern, die auf dem Weg zum Haupteingang sämtlich an unserer Garderobe und dem kleinen Infostand vorbei kamen. Sie konnten so einen ADFC erleben, der sich jung, motiviert und bester Laune präsentierte.

Andrang beim Modular (Klicken zum Vergrößern)

 

Es ist ein dickes Ding, dass in Augsburg auch vier Jahre nach dem Stadtratsbeschluss Fahrradstadt sein zu wollen, Parkplätze im Bauausschuss immer noch wichtiger sind, als nachhaltige Mobilitätskonzepte zu fördern. Statt neuer Schutzstreifen wollte man in der Deutschenbaur-Straße lieber an seinen Parkstreifen festhalten, obwohl selbst aus der Verwaltung zu hören ist, dass der Parkdruck dort problemlos über die direkt angrenzenden Seitenstraßen aufgefangen werden kann. Dem einen oder anderen ist es sicherlich aufgefallen, dass der ADFC Augsburg an dieser Stelle sehr still war. Das sollte aber keine Teilnahmslosigkeit signalisieren oder gar Zustimmung. Wir wollten dieses mal einfach den richtigen Rahmen abwarten.

Sehr geehrte Damen und Herren Stadträte,
sehr geehrter Herr Hertha,
sehr geehrter Herr Merkle,
sehr geehrter Herr Erben,
sehr geehrter Herr
Holder,

 

wie Sie sicherlich wissen, sieht sich der ADFC als Lobby der Radfahrer. Eine unserer Aufgaben ist dabei der Einsatz für eine Verbesserung im all­täglichen Erleben des Verkehrsraums für Radfahrer zu erreichen. Dazu gehört für uns selbstverständlich auch Radfahren im Winter. Zur kalten Jahreszeit ist die Verkehrssicherheit aller Verkehrsteilnehmer bei Glätte und Schnee besonders davon abhängig, wie gut oder schlecht der Winter­dienst seiner Aufgabe nachkommt. Allen voran sind Fußgänger und Rad­fahrer stark betroffen, da hier keinerlei Knautschzonen bestehen und Stür­ze wegen Glätte sehr schnell gravierende leibliche Folgen haben können.

Nun ist das Thema an sich nicht neu. Vor einigen Jahren wurde beschlos­sen, dass am Winterdienst gespart werden soll. Die Folgen waren auch recht schnell zu spüren, denn einmal am Tag reichte gerade an schneefall­reichen Tagen kaum aus, um für ausreichende Verkehrssicherheit und Be­fahrbarkeit von Radwegen oder Fahrradrouten zu sorgen. Herr Sven Külpmann hat Ihnen daher schon Anfang des Jahres einen offenen Brief zukommen lassen, indem er vor allem Fragen gestellt hat, wie denn die Stadt ihre Rolle beim Thema sieht.

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