Nav Ansichtssuche

Navigation

Verkehrspolitisches Grundsatzprogramm des ADFC Augsburg

 

Unsere Vorstellung, wie eine Stadt lebenswerter wird

»Raumplanung und Stadtentwicklung müssen die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass Radfahren im Vergleich zu konkurrierenden Verkehrsmitteln attraktiv ist und bleibt.«1 Nur so lässt sich eine lebenswerte Stadtentwicklung vorantreiben.

Unsere Positionen

  • Wir sind Ansprechpartner für das Tiefbauamt hinsichtlich Verkehrspla­nungen und Anordnungen, die den Radverkehr betreffen.
  • Wir fordern konsequente Kontrollen gegen Falschparker und falsche Baustellenbeschilderungen, um Behinderungen des Radverkehrs zu beseitigen. Auch auf Radverkehrsanlagen muss eine eindeutige und stetige Führung der Radfahrenden gewährleistet sein.
  • Wir halten es für notwendig, dass die Kommunen ihren Bürgern zeitnah geplante Maßnahmen kommunizieren. Sie sollen dabei erklären, warum einzelne Maßnahmen durchgeführt werden, und wie diese sich auf das Radfahren auswirken.
  • Um die Mobilität für Alle zu fördern, wünschen wir uns von den Kommunen die Unterstützung der gemeinnützigen Fahrradwerkstätten, wie z. B. Kette & Kurbel oder der Bikekitchen.
  • Wir fordern ein Ende der Bevorzugung des KFZ-Verkehrs. Eine Belohnung für Autofahrer, wie z. B. die Semmeltaste, widerspricht einer nachhaltigen Verkehrsgestaltung. Stattdessen sollte in die andere Richtung gedacht werden, also z. B. Vergünstigungen für Bürger, die den Umweltverbund nutzen.
  • Wir sind für die Einrichtung von lokalen, radbasierten Liefer­diensten sowie eines öffent­lichen Lastenradverleihs.
  • Basierend auf dem nationalen Radverkehrsplan 2020 fordern wir jährliche Investitionen in den Radverkehr von mindestens 15 € pro Einwohner. Das wären im Fall von Augsburg 4,5 Millionen Euro. Kosten-Nutzen-Untersuchungen, die die externen Kosten der Mobilität berücksichtigen2, zeigen: Die Allgemeinheit profitiert von der Förderung des Radverkehrs sogar, etwa wegen positiver gesundheitlicher und ökologischer Aspekte.
  • Die Fußgängerzonen der Innenstädte sollten als »Fairnesszonen« ausgewiesen werden, wo Fußgänger und Radfahrer die Flächen rücksichtsvoll gemeinsam nutzen. Das Beispiel Wien zeigt, dass das funktioniert3.

Mehr Details, und Hintergründe zu den Positionen und Forderungen des ADFC Augsburg finden Sie in unserem Verkehrspolitischen Grundsatzprogramm (Stand 18. Februar 2017).

1 Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club (Bundesverband) e. V., »Wir bewegen was! Das Verkehrspolitische Programm des ADFC« (2013) (zuletzt abgerufen am 24.12.2016).

2 Meschik Michael, »Costs of Bicycle Traffic for the Overall Economy«, Michael Meschik & Gregor Trunk,. Institute for Transport Studies, BOKU Vienna (zuletzt abgerufen am 19.2.2017).

3 Befragungsaktion der IG Fahrrad »Konflikt- oder Fairnesszone?« am Donau­kanal (zuletzt abgerufen am 24.12.2016).

Zusätzliche Informationen